Theatergruppe - Spielburger e.V.

Wie das Leben so spielt: Die Begegnung zwischen den Fischerfrauen, die vor ihren Häusern auf ihre Männer warten und Toffolo, dem die jungen Frauen allzu gut gefallen, entwickelt sich zum Streit. Der wächst so aus, dass auch die heimkehrenden Fischer sich nicht entziehen können. Und das lebhaft-streitbare Temperament der Einwohner von Chiozza bringt es mit sich, dass bald Gefahr für Leib und Leben besteht, wenn nicht der Gerichtsvertreter Isidoro den Krach schlichten kann…

„Le baruffe chiozzotte“ wurde das erste Mal 1760 zum Karneval in Venedig aufgeführt. Goldoni, der selbst übrigens auch eine Zeit lang als Gerichtshelfer tätig war, bricht in dieser Komödie mit der Comedia dell’ Arte Tradition. Er nimmt seinen Figuren die Masken ab, um das Gefühlsleben der einfachen Leute zu zeigen - die hitzigen Seelen, die so witzig und überaus leidenschaftlich streiten - und lieben.

Es beginnt eigentlich ganz harmlos: Libera (Isolde), Orsetta (Malu) und Checca (Eva) sitzen über ihren Spitzen und anderen Handarbeiten und unterhalten sich mit den Nachbarinnen Pasqua (Christiane) und Lucietta (Angie) um sich die Zeit zu vertreiben. Denn Sie warten auf die vom Fischen heimkehrenden Männer.
Doch das anfängliche Vergnügen wärt nur so lange bis Toffolo auftaucht, der seinen Blick offensichtlich nicht nur auf eine der anwesenden Hübschen geworfen hat.